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Wissenswertes zur Internetsicherheit und zum Safer Internet Day am 09. Februar 2021

09.02.2021 | Netzwelt

Bereits seit dem Jahr 2004 findet der jährliche internationale Safer Internet Day statt. Für Deutschland wird er von der wirtschaftlich und politisch unabhängigen Initiative klicksafe.de koordiniert. Der Aktionstag hat es sich zur Aufgabe gemacht, die allgemeine Sensibilität für einen sicheren Umgang mit Daten und Nachrichten im Netz zu schärfen und damit verbunden die Online-Sicherheit zu erhöhen. Der Safer Internet Day wird von zahlreichen renommierten internationalen Organisationen unterstützt und in Deutschland durch die rheinland-pfälzischen Medienanstalten umgesetzt.

Zielsetzung des Safer Internet Day

Der jährliche Aktionstag wird jeweils unter einem eigenen Motto ausgerichtet. Der Safer Internet Day (SID) 2021 befasst sich mit der Meinungsbildung innerhalb des digitalen Raums. Die damit verbundene Frage der Glaubwürdigkeit von Nachrichten und Informationen steht entsprechend im Fokus. Es wird um die Unterscheidung von Fakten und Fake („Fake News“) gehen und das Entwickeln von Kompetenzen, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Dies bezieht sich zentral auch auf Kinder und Jugendliche. Sie sind besonders schutzbedürftig und benötigen entsprechende Unterstützung, um Sicherheit in ihren Einschätzungen zu finden.

Aus dem Thema des Aktionstages resultieren konkrete Ziele, allen voran das Lenken der Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien auf das Thema eines sicheren Internets. Angesprochen sind dabei sämtliche Altersgruppen und jede Art von Internetnutzer, nicht nur Privatpersonen, sondern auch Institutionen und Unternehmen aller Art.

Falschmeldungen im Internet erkennen

Ob Fake oder Fakt, die Unterscheidung ist selbst für erfahrene Internetuser häufig nicht leicht. Es liegt nahe, zunächst die Dinge für authentisch zu halten, die der eigenen Sicht entsprechen. Damit du mit einem aufmerksamen Blick surfst, ist ein gesundes Maß an Skepsis wesentlich. Hinterfrage, was du liest und achte auf besonders reißerische oder emotional aufgeladene Formulierungen. Sie sollen den Leser oft nur in den Bann ziehen, sind aber nicht unbedingt inhaltlich haltbar. Recherchiere gegebenenfalls die Quellenangabe. Kommt der Text von einer seriösen Seite oder einem dir bekannten Journalisten? Ist ein Impressum vorhanden?

In den sozialen Netzwerken machen häufig Verschwörungstheorien und alle Arten von Gerüchten die Runde. Prüfe die Inhalte im Netz. Haben noch andere Seiten oder Personen darüber geschrieben? Sind die gezeigten Bilder vertrauenswürdig? Du kannst die Herkunft beispielsweise als umgekehrte Bildersuche bei Google prüfen.

Datenschutz-Tipps für sicheres Surfen im Netz

Internet-Sicherheit basiert nicht allein auf der Glaubwürdigkeit von Inhalten, sondern auch auf der Weitergabe persönlicher Daten, wenn du im Netz unterwegs bist.

Die folgenden Tipps helfen dir bei deinem individuellen Datenschutz:

  1. Nutze für verschiedene Bereiche unterschiedliche E-Mail-Adressen. Verwende beispielsweise eine Adresse für die sozialen Medien, eine Weitere fürs Online-Shopping und noch eine andere, wenn du gerne an Gewinnspielen teilnimmst. So kannst du immer nachverfolgen, aus welcher Richtung Spam kommt und hast die Möglichkeit eine E-Mail-Adresse auch einfach bei Bedarf zu deaktivieren.
  2. Klicke keine Links an, die dir von Unbekannten per E-Mail geschickt werden. Dahinter verbirgt sich sehr häufig sogenannte Schadsoftware, die sich durch Anklicken automatisch auf deinem Computer installiert.
  3. Vermeide die Angabe persönlicher Daten im Internet. Wenn du beispielsweise etwas einkaufst, ist die Angabe von Namen und Adresse natürlich erforderlich. Auf Spiele-Seiten oder in Foren tun es aber auch ein anonymisierter Name und eine E-Mail-Adresse, die du problemlos löschen kannst, wenn du die Seite nicht mehr aufsuchst.
  4. Nutze keine unverschlüsselten Internetseiten. Eine Verschlüsselung erkennst du am „https“, das zu Beginn eines Links steht.

Sicherheitstipps für die sozialen Medien

Wenn du Facebook, TikTok, Twitter, WhatsApp oder Instagram nutzt, ist ein Blick in die dortigen Sicherheitseinstellungen besonders wichtig. Jeder Anbieter hat hier eigene Einstellungen, für die du dir etwas Zeit nehmen solltest. In den meisten Netzwerken kannst du festlegen, wer deine Postings und deine Bilder sehen darf. Du kannst hier einstellen, dass nur deine persönlichen Kontakte sehen können, was du teilst. Darüber hinaus ist es wesentlich, dass du ein sicheres Passwort auswählst, das möglichst lang ist und auch Sonderzeichen beinhaltet. Du solltest es regelmäßig wechseln.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn du nur Freundesanfragen von Menschen annimmst, die dir bekannt sind. Sieh dir die Profile von Unbekannten gut an, bevor du eine Anfrage annimmst.
Solltest du Kinder haben, achte darauf, keine Fotos von ihnen im öffentlichen Bereich zu teilen. Leider ist ein Missbrauch mit solchen Bildern nicht ausgeschlossen.

Sicherheitscheck für die eigene Webseite

Wenn du eine eigene Webseite hast, ist das Einhalten von Sicherheitsvorkehrungen besonders wichtig. Das bezieht sich zunächst auf das Installieren von ausschließlich vertrauenswürdiger Software, die du stets aktuell halten solltest. Nutze außerdem immer ein sicheres Passwort für deine Administration.

Im Idealfall übernehmen Experten die Installation deiner Webseite. Durch das Managed WordPress Hosting von gn2 beispielsweise bist du auf der sicheren Seite und sorgst für die Sicherheit, die deine Webseite braucht. Wir bieten dir mit unserem Updateservice und weiteren Absicherungsmaßnahmen den bestmöglichen Schutz sowohl gegen Angriffe als auch Manipulationen.

Fazit

Die meisten Menschen, die viel im Internet unterwegs sind, gehen davon aus, potenzielle Gefahren gut einschätzen zu können. Gleichzeitig steigt die Gefahr rund um Cyber-Kriminalität, Fake-News und Verschwörungstheorien zunehmend an. Je besser du dich mit den Risiken und Gefahren vertraut machst, desto sicherer wird deine Einschätzung. Je umfangreicher das damit verbundene Faktenwissen, desto größer die Sicherheit.

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