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Wissenswertes zum Thema WordPress-Shortcodes

01.06.2021 | Tools, Wordpress

Die Shortcodes zählen zu den wichtigsten Möglichkeiten, WordPress-Layouts ohne komplizierte Programmierkenntnisse zu gestalten. Du kannst damit interaktive Elemente einbetten, eine Bildergalerie einfügen oder eine Kommentarfunktion erstellen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und die Anwendung ist auch für Laien gut umzusetzen.

Definition WordPress-Shortcodes

Shortcodes sind, wie der Name ausdrückt, kurze Codes, die in eckige Klammern gesetzt werden. Sie beinhalten einen eindeutigen Befehl, der zu einer konkreten Funktion innerhalb Deiner WordPress-Seite führt.
Dir ist vielleicht der Ursprung der Shortcodes bekannt, die sogenannte UBB-Software (Ultimate Bulletin Board) für Online-Foren. Sie wurde Ende der 1990er Jahre mit dem Bulletin Board Code (BBCode) ausgestattet, einer Möglichkeit, die eigenen User-Beiträge mittels unterschiedlicher und unkomplizierter Tags zu formatieren. Dieser Code wurde nach und nach auch in diverser anderer Foren-Software eingesetzt und sorgte damals für eine hohe Beliebtheit.

Beispiele für WordPress Shortcodes

Arten von Shortcodes

Es gibt zwei zentrale Arten von Shortcodes, die selbstschließende und die einschließende Variante.

selbstschließend
Du kannst den Code verwenden, ohne ein Schließ-Tag einzufügen. Beispiele hierfür sind die WordPress-eigenen Funktion „Audio“ und „Gallery“.

einschließend
Der Shortcode funktioniert nur, wenn Du ihn durch einen abschließenden Tag einschließt. Das passende Beispiel wäre die Funktion „Caption“, mit der Du etwa ein Bild oder auch eine Bildunterschrift einschließt.

Standard WordPress-Shortcodes

Es gibt sechs verschiedene Standard-Shortcodes, die Dir bei der Nutzung von WordPress zur Verfügung stehen.

  • Audio (Einbettung von Audio-Dateien, simple Steuerungsmöglichkeit via „Play“ oder „Pause“)
  • Video (Einbetten und Abspielen von Video-Dateien verschiedener Formate)
  • Gallery (Einfügen einer Bildergalerie, Designmöglichkeit über Attribute)
  • Playlists (Anzeigen einer Sammlung von Video- sowie Audio-Dateien)
  • Embed (Festlegen von Attributen für Einbettungen, beispielsweise Abmessungen)
  • Caption (Anwendung unter anderem bei Bildunterschriften)

Verwendung von Shortcodes in Beiträgen und Seiten

Wenn Du WordPress-Shortcodes nutzen möchtest, kannst Du sie direkt an die gewünschte Stelle Deiner Seite beziehungsweise Deines Beitrags einsetzen. Dies funktioniert entweder über unmittelbares Eintippen am jeweiligen Ort oder durch die Verwendung eines Buttons. Diesen findest Du im WordPress-Editor und kannst ihn dort zur weiteren Verwendung direkt herauskopieren und entsprechend auf der geplanten Seite wieder einfügen.

Einbindung von Shortcodes in Widgets

Widgets zählen zu den nützlichen WordPress-Tools, die zahlreiche Informationen enthalten, die zur Personalisierung Deiner Seite wichtig sind. Das kann ein Suchformular sein, eine Archivfunktion oder ein kleiner Kalender. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Du kannst Shortcodes überall einbinden, auch in Widgets. Dazu gehst Du in die Darstellungsansicht und hier in den Widgets-Bereich. Du fügst entsprechend einen Shortcode in Dein Text-Widget ein und kannst es anschließend in der Sidebar ansehen.

Shortcode im Gutenberg Editor

Auf Deiner WordPress-Seite kannst Du den zugehörigen Classic Editor nutzen beziehungsweise den Gutenberg Editor, der seit Version 5.0 im Einsatz ist. Der Gutenberg Editor verwendet Blöcke für die jeweiligen Inhalte, die auf Deiner Webseite zur Anwendung kommen sollen. Der Shortcode-Block ist einer dieser Blöcke. Du kannst über einen eigenen Vorschau-Button sehen, wie Dein gewünschter Shortcode in einem Beitrag aussehen wird und das Ergebnis dadurch vorab prüfen.

Shortcode-API im Detail

Eine API (Application Programming Interface) ist eine Programmierschnittstelle. Sie wird benötigt, damit die Shortcodes innerhalb Deiner WordPress-Seite funktionieren und bietet Dir die Möglichkeit, eigene Shortcodes zu erstellen. Mithilfe der API ist es möglich, dass innerhalb eines Plug-ins ein entsprechender Shortcode nur ein einziges Mal festgelegt wird und Dir danach zur Nutzung auf jeder beliebigen Seite und in jedem Post Deiner Wahl zur Verfügung steht. Der Shortcode wird demnach bei jedem Aufruf der Seite durch den Text ersetzt, der im Sinne einer Funktion zu diesem Zweck hinterlegt wurde.

Erstellen eines benutzerdefinierten Shortcodes in WordPress

Maßgeschneiderte Shortcodes sind das Herzstück Deiner WordPress-Seite. Du kannst eigene benutzerdefinierte Codes erstellen und sie nach Belieben einbinden. Hierzu benötigst Du die Datei function.php. Dieses Skript ist der Ort, an dem Du eine neue Shortcode-Funktion festlegen kannst. Möchtest Du beispielsweise an bestimmten Stellen Deiner Seite einen immer gleichen Begriff verwenden, kannst Du diesen im Skript erstellen und anschließend passend einbinden.

Unterstützende Plug-ins

Plug-ins können Dir die Arbeit mit Shortcodes ganz wesentlich erleichtern. Plug-ins sind Softwareprogramme beziehungsweise Zusatzmodule, die immer dann sinnvoll sind, wenn keine eigenen Programmierkenntnisse vorhanden sind. Sie bieten Dir fertige Shortcodes, die Du nur noch einbinden musst.
Es gibt verschiedene unterstützende Plug-ins, die Du auf Deiner WordPress-Seite einbinden kannst.

Shortcoder
Das Plug-in erlaubt dir auf simple Weise eigene Shortcodes zu definieren.


Download: https://de.wordpress.org/plugins/shortcoder/

WordPress Shortcodes Plugin — Shortcodes Ultimate
Shortcodes Ultimate ist eine umfassende Sammlung verschiedener visueller und funktioneller Elemente, die du im Beitragseditor, in Text-Widgets und sogar in Vorlagen-Dateien nutzen kannst.


Download: https://de.wordpress.org/plugins/shortcodes-ultimate/

Shortcode Reference
Hiermit erhältst Du eine präzise Übersicht zu sämtlichen Shortcodes, die Dir in Deiner Installation von WordPress zur Verfügung stehen.

Pro und Contra Shortcodes auf der WordPress-Webseite

Shortcodes sind eine Möglichkeit, Dir die Arbeit zu erleichtern. Wie bei allem gibt es Vor- und Nachteile.

Vorteile

  • Benutzerfreundlichkeit
  • leichte Bedienbarkeit
  • hohe Funktionalität
  • einfache Konfigurierbarkeit

Nachteile

  • manuelle Entfernung nach Deinstallation erforderlich
  • ungünstig bei Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • erschwerte intuitive Nutzung durch große Anzahl von Shortcodes
  • Erhöhung der Serverlast durch viele Shortcodes

Fazit

Shortcodes machen den Umgang mit Deiner WordPress-Seite einfach und unkompliziert. Sie ermöglichen Dir das Arbeiten mit leicht zu benutzenden Tags ohne den Bedarf, Dich näher mit HTML-Codes beschäftigen zu müssen. Du kannst eine Vielzahl an Funktionen und Features nutzen und sie einbinden, ohne Dich zu verzetteln oder den Überblick zu verlieren. Shortcodes helfen Dir, Deine Beiträge sinnvoll zu strukturieren und übersichtlich zu gestalten.

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