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Datensicherung und der World Backup Day am 31. März 2021

31.03.2021 | Netzwelt

Seit 2011 findet jährlich immer am 31. März weltweit der World Backup Day (Welt-Datensicherungstag) statt. Ziel ist das Generieren von Aufmerksamkeit für die so wichtige regelmäßige Datensicherung. Das Sichern von Daten betrifft dabei nicht nur Unternehmen, sondern grundsätzlich alle Menschen, die mit Daten zu tun haben, auch im privaten Bereich.

Ursprung des World Backup Day

Ismail Jadun, im Jahr 2011 ein IT-Student aus den USA, hatte die Idee für den World Backup Day. Er wollte damit auf die Dringlichkeit einer umsichtigen Datensicherung hinweisen und bei den Menschen das Bewusstsein für das Thema schärfen. Jadun war in seiner Branche vertraut mit der Problematik von Datenverlusten. Ein regelmäßiger jährlicher Termin kann das Bewusstsein für das Thema schärfen und darauf aufmerksam machen, dass ein Verlust von Daten unwiederbringlich sein kann. Das gilt für persönliche Mails und Fotos ebenso wie für wichtige Finanzdokumente und sensible Firmendaten.

Grund für den 31. März

Das Datum hat in erster Linie einen symbolischen Charakter. Der 1. April ist bekanntlich der Tag, an dem viel und gerne Aprilscherze durchgeführt werden. Der 31. März soll entsprechend die Möglichkeit bieten, vor den Aprilscherzen noch unbedingt wichtige Daten zu sichern, um am 1. April nicht als Dummkopf (im Original engl.: fool) dazustehen, beziehungsweise durch die eigene Nachlässigkeit selbst zum Aprilscherz zu werden.

Definition Backup

Ein Backup ist eine Datensicherung. Deine Daten werden dabei kopiert, gesichert und können bei Bedarf, etwa einem Datenverlust, wieder zurückgespielt werden. Es handelt sich demnach um eine Kopie der Computerdateien, die auf deinem Device im internen Gerätespeicher vorhanden sind. Sie werden extern, somit außerhalb dieses Bereichs gesichert, um von dort aus wieder auf das Ursprungsgerät zurückgespielt werden zu können. Für ein solches Backup kommen sämtliche Daten infrage, die auf einem Gerät gespeichert sind.

Gründe für das Anlegen eines Backups

Es ist so simpel, wie es klingt: Ohne Backup hast du bei einem Datenverlust in der Regel kaum noch eine Möglichkeit, an deine Daten zu kommen (Kein Backup? Kein Mitleid!). Es gibt zahlreiche Gründe für das Verlieren von Daten. Sie reichen von einem versehentlichen Löschen, allgemeinen technischen Fehlern, einem Virenbefall deines Computers oder Smartphones bis hin zu Hackerangriffen oder Datendiebstahl. Zu den mit großem Abstand häufigsten Ursachen zählt ein Defekt an der Hardware von Geräten.
Wenn deine Festplatte einen ernsthaften Defekt hat und sich auch mit Tricks und Kniffen nicht mehr aufrufen lässt, hast du ohne Backup später keine Möglichkeit mehr, auf deine Daten zuzugreifen. Du solltest mit dem Sichern natürlich nicht bis zum jährlichen World Backup Day warten. Je regelmäßiger diese Vorsorgemaßnahme durchgeführt wird, desto sicherer hast du einen stets aktuellen Stand auf deiner Festplatte.

Möglichkeiten für das Ablegen eines Backups

Es gibt sehr unterschiedliche Optionen, mit denen du deine Daten sichern kannst. Eine davon ist ein USB-Stick, eine weitere eine externe Festplatte. Bei beiden solltest du berücksichtigen, dass sie mit den Jahren ebenfalls kaputt gehen können. Hier hilft ein gelegentliches Umsichern auf Produkte neueren Datums.
In der IT-Branche ist darüber hinaus die sogenannte 3-2-1 Regel ein feststehender Begriff. Sie definiert eine sichere Backup-Strategie, bei der ein dreifaches Konzept dem Verlust von Daten vorbeugt.

3 = dreifache Speicherung
Lege deine Daten auf deinem ursprünglichen Device und zwei zusätzlichen Speichermedien ab (USB-Stick oder externe Festplatte als Offline-Speicher, Cloud als Online-Speicher).

2 = zwei verschiedene Technologien
Verwende zwei unterschiedliche Technologien für das Backup, da durch mehrere Sicherheitsmerkmale tatsächliche Ausfälle noch mehr minimiert werden. Nutze beispielsweise einen externen Datenträger und einen Cloud-Speicher.

1 = eine Kopie außer Haus
Bei deinem Backup sollten sich nicht alle Sicherungen physisch am selben Ort befinden. Ein anderer Standort erhöht die Sicherheit.

Was passieren kann, wenn keine getrennten Backups angelegt werden, hat kürzlich erst der Großbrand beim Unternehmen OVH-Cloud in Straßburg gezeigt. 12.000 Server brannten in einem Rechenzentrum des größten europäischen Anbieters für Cloud-Lösungen. Zahlreiche Daten wurden vernichtet, weil viele Kunden auf ein zusätzliches Backup verzichtet hatten.

Daten sichern bei gn2

Die Daten deiner Mail- und Webseiten werden bei gn2 durch einen täglichen Wartungslauf gesichert. Alle durchgeführten Sicherungen werden jeweils für einen Zeitraum von sieben Tagen aufbewahrt. Diese Technik sorgt für ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Sicherheit. Die Sicherungen befinden sich auf einem separaten System und sind für Kunden nicht zugänglich. Für die rechtlich verbindliche Sicherung deiner Daten bist du selbst verantwortlich.

Sichern von Handydaten

Während ein Backup von Daten eines Desktop-Rechners vielen Usern häufig geläufig ist, bestehen bei der Sicherung von Handydaten oft Fragen. Dies liegt nicht zuletzt an den verschiedenen Systemen, die dabei berücksichtigt werden müssen. Ein regelmäßiges Backup ist beim Smartphone ebenso wichtig wie bei jedem anderen Computer.
In der Regel kannst du in den Geräteeinstellungen deines Handys die automatische Backup-Funktion einschalten. Deine kompletten Daten werden anschließend in der Cloud abgelegt. Bei Android ist das üblicherweise Google Drive, beim iPhone die iCloud. Sobald Du die Funktion aktiviert hast, funktioniert die Sicherung automatisch. Solltest du nicht auf die Cloud-Systeme von Google oder Apple zurückgreifen wollen, stehen dir natürlich Alternativen deiner Wahl frei.

Fazit

Es gibt zahlreiche Gründe für einen ernsthaften Datenverlust. Auch mit noch so umsichtigem Handeln, der neuesten Anti-Viren-Software und einer nicht veralteten technischen Ausstattung lässt sich ein Verlust von Daten nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen. Du bist aber auf der sicheren Seite mit einem Konzept für Deine Datensicherung. Ein regelmäßiges Backup sollte im Umgang mit Deinen technischen Geräten für Dich immer oberste Priorität haben.

Die komplizierte Wiederherstellung Deiner Daten, das sogenannte Restore, ist ohne Backup aufwendig und zeitintensiv. Es bedarf in der Regel einer Durchführung durch Experten und kann nicht in jedem Fall gewährleistet werden. Eine vorab eingeplante regelmäßige Datensicherung ist hingegen unproblematisch, sicher und finanziell für dich günstiger.

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